Haus der Sünde – Bitteres Bordell-Drama

Ein höchst ästhetisches Werk. – ZEIT

Was der Frau da an weißen Tränen aus den Augen quillt, ist der Samen der Männer, die sie gebraucht und verbraucht haben. Und ihren Mund hat ein perverser Freier mit dem Messer bearbeitet, nachdem er sie ans Bett gefesselt hatte und sie somit wehrlos war. Ein drastisches Bild dafür, was reiche Männer armen Frauen antun. Sie schlagen sie ans Kreuz ihres Geldes und ihrer perversen Phantasien und Gelüste und lassen sie langsam ausbluten, bis alles Leben aus ihnen gewichen ist. Mir kamen mehrfach die Tränen und ich fremdschämte mich, ein Mann zu sein. Sie brauchen schon verdammt viel Stehvermögen, um bei diesem bitterbösen Film nicht in die Knie zu gehen. Die bezaubernde Hafsia Herzi, deren wunderbares Spiel wir schon in Couscous mit Fisch bewundern durften, spielt übrigens auch mit. Und der Soundtrack ist auch vom Feinsten.

Paris, um 1900: In einem luxuriösen Bordell kümmern sich zwölf junge Frauen um das Wohl einiger der reichsten Männer der Stadt. Die Dekadenz der Bourgeoisie trifft auf die melancholische Stimmung der Prostituierten, deren einziger Antrieb ihre Sehnsucht nach Freiheit ist. Prämiertes Drama (2011) mit wunderschönen melancholischen Bildern von Bertrand Bonello. – Arte

Das Pariser Edelbordell „L’Apollonide“ liegt zu Beginn des 20. Jahrhunderts in seinen letzten Zügen. Und in der betörenden und unwirklichen Szenerie kommt so manch ein Mann um den Verstand, lebt seine Phantasien aus oder verliebt sich Hals über Kopf in eines der jungen Mädchen. Die Frauen des Hauses bilden dabei eine Art Familie, in der sich über Ängste, Geheimnisse, den Schmerz und die Lust ausgetauscht wird. Im Mittelpunkt dieses familiären Austauschs steht „die Frau, die lacht“ – stigmatisiert durch ein tragisches Narbenlächeln – die unglückliche Madeleine (Alice Barnole). – Filmstarts

Kann einem Film, der ins Bordell geht, die schweren roten Samtvorhänge zuzieht und für einige Zeit die Frauen bei der Arbeit betrachtet, die Quadratur des Kreises gelingen? Kann er von der tristen Ökonomie der Körper erzählen und dabei noch schön, ja sogar wunderschön sein? Tatsächlich ist Bertrand BonellosHaus der Sünde, der in einem Pariser Luxusbordell gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts spielt, ein höchst ästhetisches Werk. Elegant weiß sich die Kamera im flackernden Kerzenschein zu bewegen. Wie ein weiterer Besucher gesellt sie sich im mondänen Empfangssalon zu den freizügig gekleideten Mädchen und ihren bourgeoisen Freiern im Frack. Das schummrige Licht, der verlangsamte, aber dennoch rhythmische Schnitt, die benommene Ruhe, die der Rausch des Opiums auslöst, das hier in langen Pfeifen geraucht wird, verbinden sich zu somnambuler Melancholie.- ZEIT

Nostalgische Melancholie und harter Kontrast: Bertrand Bornellos „Haus der Sünde“ erzählt vom Ende der Pariser Bordelle und zeigt, wie sehr diese Gefängnisse waren. Im tiefsten Inneren ist der Film dabei auch eine Parabel auf das Showbiz und die Verteilung von Macht und Ohnmacht. – SZ

Kleine Geschichten fügt der Film zu einem lockeren Erzählgewebe, in dem es einen roten Faden gibt: das Trauma von Madeleine (Alice Barnole). Am Anfang hat sie einen festen Freier, der sie zu Träumen anstiftet. Eines Nachts erlaubt sie ihm, sie zu fesseln, und wird auf grausame Weise von ihm verstümmelt. Als „die Frau, die lacht“ führt sie ab da ein geduldetes Schattendasein im Bordell. Sie kocht und wäscht, und ab und zu gibt es Klienten, die sich für „das Monster“ interessieren.

Zur Szene ihrer Verstümmelung kehrt der Film mehrfach zurück, gegen den Willen des Zuschauers, möchte man sagen. Dabei wird nicht die Verletzung als Akt gezeigt, sondern das Machtverhältnis, das ihn möglich machte. „Ich zahle, also entscheide ich“, sagt der Freier, als Madeleine ihn bittet aufzuhören – um ihr dann die Mundwinkel aufzuschneiden.

Nur selten verlässt die Kamera die düsteren Bordellräume. Obwohl die Frauen oft mit entblößten Oberkörpern zu sehen sind, kippt der Blick nie ins Voyeuristische. Statt das Interesse am Sex zu stimulieren, dämpft „Haus der Sünde“ ihn eher ab. Wenn sie je rauskäme, würde sie keine Liebe mehr machen, nie mehr, sagt eines der Mädchen. Der Zuschauer begreift, warum. – WELT

Und kann/darf man aus dem harten Alltag der Prostituierten einen schönen Film machen? Ja! Bonellos Film ist schön. – Deutschlandradio Kultur

Haus der Sünde

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