Sehen Sie Serien?

? Sehen Sie Serien ?

Ich schon. Neuerdings. Früher konnte ich mit Serien nichts anfangen. Aber da gab’s auch nur Lindenstraße, Sturm der Liebe, Rote Rosen, Gute Zeiten, Schlechte Zeiten und ähnlichen Schwachsinn. Heute gibt’s Qualitäts-Serien wie Top of the Lake, Suburra, Trapped, Cannabis, Goliath, Lilyhammer und und und: siehe Filmpalast. Gehört zum Besten, was Sie Ihren Augen & Ohren antun können. Tun Sie’s!

Verlieren Sie langsam den Durchblick zwischen all den horizontalen und linearen Serien, auf Netflix, Amazon, Sky und im Free-TV? Oder sind Sie einfach nur auf der Suche nach gutem Fernsehen? In unserer Kolumne „Hildegard von Binge“ besprechen wir die interessantesten Neustarts des Monats. Und verraten, welche Serien Sie sich ersparen können. – ZEIT

Wie Sie sehen, bin ich mit meiner neu erwachten Liebe zu guten Serien nicht allein. Damit auch Sie nicht allein im Serien-Regen stehen, habe ich hier ein paar Tipps & Links für Sie zusammengetragen, die Ihnen die Orientierung im Serien-Dschungel erleichern sollen.

Wir leben im goldenen Zeitalter der Serien. Selbst der fleißigste Binge-Watcher wird es daher kaum schaffen, jeder neuen und vielversprechenden Serie eine Chance zu geben. Insofern überrascht es auch nicht, dass ein recht kleines Projekt wie Black Mirror einfach übersehen wird. Netzwelt verrät euch, warum Charlie Brookers Science Fiction-Satire die perfekte Abwechslung im Binge-Alltag darstellt und auf jeden Fall eine Chance verdient. – Netzwelt

„Top of the Lake“, mit dem Campion 20 Jahre nach ihrer Goldenen Palme für „Das Piano“ zurückkehrt dahin, wo sie angefangen hat, zum Fernsehen, ist ein Full-HD-Kinogroßfilm für die Leinwand der mehr oder weniger potenten Mittelschicht, den Großflachbildschirm im Wohnzimmer.

Campion ist mit ihrer Rückkehr zu ihren Wurzeln im Heimkino Teil einer immer größer werdenden Flüchtlingsbewegung. Immer mehr Filmregisseure versuchen sich zu befreien aus den produktionstechnischen wie finanziellen Zwängen und Erstarrungen der Filmindustrie. Wollen aus deren auch erzählerisch eingeengten Gattern fliehen in die beweglicheren Strukturen der Serien, die auch ästhetisch längst von niemandem mehr als minderwertig bezeichnet werden, der einigermaßen bei Trost ist.

David Fincher macht Fernsehen („House of Cards“, das gerade in Original mit Untertitel bei ProSieben Maxx im bezahlfreien deutschen Fernsehen angelaufen ist, die synchronisierte Fassung zeigt Sat.1 ab dem 10. November), Martin Scorsese („Broadwalk Empire“), Todd Haynes („Mildred Pierce“) und jetzt eben Jane Campion. – Elmar Krekeler @ WELT

Auch Jane Campion hat den Satz jetzt also gesagt. Im vergangenen Sommer war das, während der Filmfestspiele in Cannes, wo sie und ihre Hauptdarstellerin Holly Hunter genau 20 Jahre zuvor die Goldene Palme für ihren Kinofilm Das Piano gewonnen hatten. Jane Campion sagte, so jedenfalls zitiert es der britische Telegraph, dass das Fernsehen „die neue Dimension“ sei. Kino sagte sie, sei konservativ. „Ich habe die Nase voll davon.“

So oder so ähnlich ist dieser Satz im vergangenen Jahr zu einer Art Jingle jener Filmemacher geworden, die mehr von sich und vom Leben erwarten, als im Auftrag der großen Hollywoodstudios in Fortsetzungsschleifen Superhelden auf Heldentour oder hübsche Pärchen durch Pärchenwirren zu schicken.

Das Fernsehen, das außerhalb Deutschlands jedenfalls, ist zum Sehnsuchtsort all derer geworden, die große Geschichten abseits des Popcorn-Kommerz erzählen wollen. – SZ

Wenn auf Filmfestivals wie der Berlinale als außerordentliches Ereignis eine Fernsehserie gezeigt wird – und seit ein paar Jahren geschieht das regelmäßig -, liegt die Frage nahe, ob das Kino damit einknickt vor der kreativen Übermacht dieses Formats. Sich ein Stück abzuschneiden versucht von der Popularität der sogenannten Qualitätsserien, von denen es immer wieder heißt, sie seien sowieso das bessere Kino. – FAZ

Schluss mit Zerstörungspornos! Warum uns das Hollywood-Kino träge macht und die TV-Serie die Erzählform der Zukunft ist. Hollywood stopft uns mit spektakulären Bildern voll, bis wir nicht mehr können. Da bleibt keine Zeit, Figuren zu entwickeln, eine Geschichte zu erzählen. Alles, was Filme komplex macht, bleibt auf der Strecke. Es gibt keinen Raum mehr, einer Figur wirklich Tiefe zu verleihen. Die Bilder sind dreidimensional, die Helden eindimensional.

Das bedeutet aber umgekehrt: Das Kino lässt eine große Lücke, und die füllt seit einigen Jahren das Fernsehen, indem es anspruchsvolle, komplexe Filme herstellt, Filme mit echten Themen, mit Antihelden. Moderne TV-Serien haben mehr Ähnlichkeit mit Romanen als mit Kinofilmen. Wie sieht also die Zukunft des Erzählens aus?

Ich träume von einer Serie, bei der die einzelnen Folgen ganz unterschiedliche Längen haben, wie in einem Roman, denn nur so kann man eine Geschichte wirklich auf die interessanteste Art erzählen. Ich möchte mit der gleichen aufgeregten Neugier einen Film sehen wie ein kleiner Junge, der abends im Bett gebannt ein Buch liest und keine Ahnung hat, wann das Kapitel zu Ende ist. – David Fincher @ Spiegel

Sehen Sie Serien?

Herzlich : Rudis Filmpalast : Willkommen

Unsere Augen verschaffen uns eine Menge Freuden.
Robert Walser

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