Lesenswert : Geldgeschichten 3

Geldgeschichten 3

Geld: Alle brauchen es, vielen fehlt es. Die einen haben viel zuviel davon, andere sind am Verhungern. Wenige leben im Himmel des Reichtums, viele „leben“ in der Hölle der Armut. Höchste Zeit, das zu ändern.

Des Teufels Netzwerk in der Welt
hat nur den einen Namen – „Geld“.
Hugo von Hofmannsthal

Bernie Madoff – Anlagebetrüger
Schaden 65 Milliarden Dollar – 150 Jahre Knast

Über Konten von JP Morgan lief der Milliarden-Betrug von Bernie Madoff – die Bank wusste davon angeblich nichts. Mit 2,6 Milliarden Dollar kauft sich das Institut nun von weiteren Rechtsstreitigkeiten frei. Mitarbeiter der Bank äußerten Zweifel an Madoff und den Gewinnen seines Hedgefonds. Gemeldet wurde den US-Ausichtsbehörden aber nichts. JP Morgan wird deshalb vorgeworfen, bei Madoffs Geschäften weggesehen zu haben – um mehr Gebühren und Provisionen zu kassieren.

Madoff ist nicht der einzige Fall, mit dem JP Morgan kämpft. In einem weiteren Fall einigte sich die Bank erst im November mit den US-Behörden auf die Zahlung von 13 Milliarden Dollar. Dabei ging es um Hypotheken, die das Institut vor der Finanzkrise in Wertpapieren bündelte und an Investoren verkaufte. Nach dem Ende des US-Immobilienbooms wurden viele Papiere praktisch wertlos. JPMorgan wird vorgeworfen, Anleger getäuscht zu haben.SZ

Wie immer wissen alle von nichts. Banken wissen nichts von den Manipulationen ihrer Börsenmakler, VW weiß nichts von den Abgasmanipulationen seiner Ingenieure usw. usf. Selig die Unwissenden.

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Zum Reichtum führen viele Wege.
Und die meisten sind schmutzig. – Cicero

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Joe Cocker – You Don’t Need A Million Dollars

Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Georg Büchner

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Tom Rush – I Don’t Want Your Millions Mister

Die Gesellschaft besteht aus zwei großen Klassen: die einen haben Mahlzeiten, größer als ihr Appetit, die anderen haben Appetit, größer als ihre Mahlzeiten. – Nicolas Chamfort

Rationierte Lebensmittel und schimmelige Wohnungen: Wie arme Menschen mitten in der Gesellschaft leben und hoffen, nur nicht aufzufallen. Täglich 26 Euro für vier Personen. So viel bleibt der 55-Jährigen, wenn man von ihrem Haushaltsbudget die Kosten für Wohnen und Energie abzieht. 26 Euro für sich und jene drei ihrer vier Kinder, die bei ihr wohnen, für U-Bahn-Tickets, Handyrechnungen, Reparaturen, Bücher, Einkäufe. Femi ist eine von vielen. Wer mehrere Kinder zu versorgen hat, zählt zur Hauptrisikogruppe.

Wenn sie irgendwo sparen könne, dann am ehesten beim Essen, sagt Femi. Anna Femi hat das strenge Haushalten von klein auf gelernt. Das Geld war immer knapp. Sobald die Kinder groß genug waren, hörte sie auf, im Winter ihre Wohnung zu heizen. Das hält sie bis heute so. Wenn es draußen wirklich kalt ist, „dann sitzen halt alle im Bett“.

Arm zu sein gilt als Makel. Es wird den Armen angelastet, arm zu sein. Wenn wieder eine Studie belegt, dass Armsein krank macht, kommt immer einer, der höhnt: Sollen sie weniger Junkfood essen. Es ist eben einfacher, das Verhalten der Armen anzuprangern als die Verhältnisse, die Armut schaffen – die Wohnsituation, die Bildungspolitik. Nicht das schlechte Essen mache Arme krank, sagt Schenk. Ernährung sei nur einer von rund 15 Faktoren, die Armut zum Gesundheitsrisiko machen. „Wenn ich in einer schimmligen Wohnung lebe und einen Job habe, der meine Gesundheit ruiniert, kann ich mich noch so gut ernähren.“ – ZEIT

Wo großer Reichtum ist, muß notwendigerweise auch große Armut sein, und von beiden ist sittliche Verdorbenheit die unausbleibliche Frucht. – Christoph Martin Wieland

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Walter Trout – Lifestyle Of The Rich And Famous

Der Anstieg der sogenannten working poor – also Menschen, die trotz Arbeit von Armut bedroht sind – sei laut Studienautoren grundsätzlich Anlass zur Sorge. „Ein steigender Anteil von Menschen, die dauerhaft nicht von ihrer Arbeit leben können, untergräbt die Legitimität unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung“, sagte der Vorsitzende der Stiftung, Aart de Geus.

Gerade in Südeuropa drohen junge Menschen abgehängt zu werden. EU-weit sind rund 27 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahren von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. In Griechenland, Italien, Spanien und Portugal sind es im Schnitt sogar 34 Prozent. De Geus warnte vor diesem Hintergrund: „Die wachsende Perspektivlosigkeit vieler junger Menschen spielt den erstarkenden populistischen Bewegungen in die Hände.“ZEIT

Der Blick in die Geschichte zeigt: Ein bedingungsloses Grundeinkommen funktioniert. Doch ist es als Störfall im System Kapitalismus schlicht nicht vorgesehen. – ZEIT

This year, Alaska will give each of its residents over $2,000 in cash, no questions asked. Advocates of a basic income want to expand its model around the world. – Motherboard

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J.J. Cale – Money Talks

Diese Gesellschaft ist obszön

Diese Gesellschaft ist insofern obszön, als sie einen erstickenden Überfluß an Waren produziert und schamlos zur Schau stellt, während sie draußen ihre Opfer der Lebenschancen beraubt; obszön, weil sie sich und ihre Mülleimer vollstopft, während sie die kärglichen Lebensmittel in den Gebieten ihrer Aggression vergiftet und niederbrennt; obszön in den Worten und dem Lächeln der Politiker und Unterhalter; in ihren Gebeten, ihrer Ignoranz und in der Weisheit ihrer gehüteten Intellektuellen. – Herbert Marcuse

Geldgeschichten 3

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Odetta – Rich Man Blues

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