Lesenswert : Lesegeschichten 1

Jedes Buch ist ein Baustein für die Ruine
oder Kathedrale meines Geistes.
Rudi Lehnert

Lesegeschichten 1

Wer hier öfter mal vorbeikommt weiß, daß ich gerne lese. Mit dieser Leidenschaft bin ich nicht allein. Aber lesen Sie selbst.

Wenn dein Leben ein Buch wäre,
würdest du es dann gerne lesen?
Rudi Lehnert

Lesen erweitert den Horizont – Ganz egal, ob man seinem eigenen Leben entfliehen möchte oder einfach neugierig ist und andere Menschen und Orte kennenlernen möchte: Lesen ist wohl die günstigste Art zu reisen. Geschichten geben Einblick in das Leben anderer, in ihre Gedanken, ihre Arbeit und Gewohnheiten. Man lernt ferne Orte kennen und erlebt fremde Kulturen. Leser schauen über den Tellerrand und erweitern ihren Horizont. – Was liest du?

Die Zahl des Tages : 88

Lesen fördert die Konzentration – Informationen und Neuigkeiten werden häufig rasch und häppchenartig serviert. Wir klicken uns hektisch durchs Web, lesen hier eine Statusmeldung, dort eine Headline, aktualisieren Twitter und überfliegen die wichtigsten Facebook-Neuigkeiten. Dabei stolpern wir über Katastrophenbilder aus den Nachrichten und schauen noch mal schnell nach dem Wetter. Gewohnt an dieses Tempo, wirkt die Lektüre eines Romans am Feierabend entschleunigend. Dabei entspannt man sich nicht nur, das Lesen fördert auch die Konzentration. Man beschäftigt sich eine ganze Weile mit ein oder derselben Sache. – Was liest du?

! Lesen macht seXXXy – Sie auch !

Für mich gibt es heute nichts Anziehenderes
als eine Frau, die liest.
Jonathan Franzen

Lesen macht sexy – Laut Umfragen wirken Menschen, die in der Öffentlichkeit lesen, intelligenter. Ein Buch in der Hand macht sie attraktiver und begehrenswerter. Sie vermitteln den Eindruck, dass sie ein interessanter Gesprächspartner sind und Empathievermögen mitbringen. – Was liest du?

Rudi : Buch oder eBook? Ich will Wasser statt Eis!

Vom Papierfetischisten zum E-Book-Enthusiasten – Noch vor gar nicht allzu langer Zeit sperrte ich mich mit den gleichen Argumenten gegen digitalisierte Bücher, wie sie E-Book-Verweigerer immer wieder in entsprechenden Diskussionen äußern:

Wo bleibt denn bei so einem E-Book-Reader die Haptik? Und der Geruch? Bücher sehen im Regal schick aus, da fehlt doch was, wenn ich die nicht mehr habe. So ein Buch, das ist auch eine Wertanlage, ein E-Book nicht …

Ein Argument nach dem anderen bröckelte bei mir mit der Zeit. Fortschritt lässt sich nunmal nicht aufhalten. Es hat seinen Grund, dass wir heutzutage alle nicht mehr auf mechanischen Schreibmaschinen tippen und keine Telegramm mehr verschicken. – Marcus Johanus

Ich hatte stets mehr Bücher im Regal als Zeit, sie zu lesen. Diese Zeiten sind vorbei. Denn seit gestern besitzen wir ein Kindle. Ich kenne sie alle, die Argumente von Buchliebhabern und Leseratten: die Haptik, der Geruch, der schöne Einband, all das macht Bücher zu etwas Besonderem, das ein eReader nie wird leisten können. Lange dachte ich auch so. Doch seit ich auf meinem iPad die Kindle-App installiert hatte, habe ich wieder viel mehr gelesen. Und mehr Abenteuer erlebt. Denn am Ende waren es immer die Geschichten, die mich gefesselt haben, nicht das Buch an sich. – Katja Evertz

Felix Dachsel, Autor der taz.am wochenende, hat keine Lust mehr, Bücher zu lesen. In einer persönlichen Geschichte erzählt er, warum er das Lesen verlernt hat. Seine These: Die Serie bedient seine Bedürfnisse viel besser, als der Roman. Sie erzähle authentische Geschichten, von denen der Zuschauer nie genug haben könne. Eine Serie sei interessanter, spende Trost und sei einfach entspannender zu rezipieren. Lesen ist für ihn dagegen eine Qual. Langweilig, anstrengend und zeitraubend. Kann das Medium Buch mit Fernsehen, Facebook und Netflix mithalten? Sind die Alternativen zum Roman nicht viel attraktiver? – taz

Im vorletzten Sommer habe ich an wenigen Tagen alle Folgen von „Homeland“ geschaut. Ich sehe den Bücherturm, er schreit mich an, ich frage ihn: Warum unterhältst du mich nicht, wie mich Carrie unterhält? Lohnt sich lesen überhaupt? Wäre eine Welt denkbar, in der man nicht lesen muss?

Dabei liegt die Antwort, warum Menschen Verabredungen absagen, warum sie die Rollläden herunterlassen, warum sie vergessen zu frühstücken, während sie eine neue Staffel ihrer Lieblingsserie schauen, so nahe: Weil sie gut unterhalten werden. Die Serie hat das Buch längst eingeholt. – Felix Dachsel

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Nichtleser haben ein um 18% erhöhtes Risiko für Demenzerkrankungen, wie Forscher des French National Institute of Medical Research herausfanden.

Lesen macht klug und stärkt das Gehirn – Dass man aus Büchern lernen kann, gigantische Menge sogar, überrascht nicht. Doch die Vorteile gehen tiefer – Bücher zu lesen verändert nachweislich das Gehirn. Während wir in Zeitungen und im Internet von einem Artikel und einer Seite zur nächsten springen, lenken wir unsere Konzentration beim Lesen eines Buchs aktiv für längere Zeit auf eine einzige Sache. So schulen wir die Konzentrationsfähigkeit auch für andere Situationen. Außerdem können – und (je nach Lektüre) müssen wir häufiger nachdenken als etwa beim Filmeschauen – schließlich hat man dort kaum Zeit, einen Gedanken zu fassen, bevor schon wieder Bruce Willis schwer bewaffnet von rechts durch den Monitor springt. – myMONK

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Die Zahl des Tages : 88

Man sagt oft, daß just wir, die Fernsehgenerationen, einen neuen Analphabetismus entwickeln. Viele von uns schaffen es zwar noch, das Wort „Bier-Klause“ zu entziffern, aber sonst lesen sie kein Wort. Keine Zeitung, kein Buch, nichts. – Urs Widmer

Lesegeschichten 1

Auf Wiederlesen!
Rainer Maria Rilke

Herzlich : Lesenswert : Willkommen

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