Lesenswert : Geldgeschichten 2

Geldgeschichten 2

Geld: Alle brauchen es, vielen fehlt es. Die einen haben zuviel davon, andere zuwenig, die einen verdienen 5.000 Euro die Stunde und 300 Millionen im Jahr, andere verdienen so gut wie nichts. Und was verdienen Sie?

Des Teufels Netzwerk in der Welt
hat nur den einen Namen – „Geld“.
Hugo von Hofmannsthal

OXFAM hat recherchiert, daß nur 8 Menschen soviel besitzen wie die Hälfte der Weltbevölkerung. Letztes Jahr waren es noch die 62 reichsten Personen, deren Vermögen dem der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung entsprach. Und das reichste Prozent der Weltbevölkerung besitzt 50,8 Prozent des gesamten Vermögens der Welt – mehr als die restlichen 99 Prozent zusammen.

Die Ungleichheit wächst und wächst und wächst also, die Schere zwischen Arm & Reich geht weiter und weiter und weiter auf… Was dem sozialen Frieden ganz bestimmt nicht zuträglich ist. Wenn das so weitergeht, ist abzusehen, daß sich die Armen gegen die Reichen erheben werden, die ihre Arbeitskraft hemmungslos ausbeuten und ihre Kinder hungern und frieren lassen.

Die globale soziale Ungleichheit ist laut einer Oxfam-Studie offenkundiger als je zuvor: Demnach besitzen die acht reichsten Männer der Welt 426 Milliarden Dollar – und damit mehr als die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Die Zahlen für das Jahr 2016 sind drastischer als je zuvor: Die acht Reichsten der Welt kommen demnach auf Besitztümer im Gesamtwert von 426 Milliarden Dollar, während die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, 3,6 Milliarden Menschen, gemeinsam lediglich 409 Milliarden Dollar hat.

Es sind extreme Beispiele, acht Menschen gegen 3600 Millionen. In dem Bericht „An Economy for the 99 Percent“ schreibt Oxfam aber auch, dass das reichste Prozent der Weltbevölkerung 50,8 Prozent des weltweiten Vermögens besitzt und damit mehr als die restlichen 99 Prozent zusammen.

Auch in Deutschland ist der Wohlstand bei wenigen Superreichen konzentriert: Hier besitzen 36 Milliardäre mit insgesamt 297 Milliarden Dollar so viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Anders gerechnet besitzt das reichste Prozent mit 3900 Milliarden Dollar rund ein Drittel des gesamten Vermögens. – Spiegel

Auch reiche Länder sind von sozialer Ungleichheit betroffen: In Deutschland zum Beispiel besitzen den Oxfam-Angaben zufolge 36 Milliardäre so viel Vermögen (nämlich umgerechnet 297 Milliarden Dollar) wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Das reichste Prozent besitze rund ein Drittel des gesamten Vermögens (31 Prozent; 3,9 Billionen Dollar).

„Auf der ganzen Welt fühlen sich immer mehr Menschen abgehängt“, wird Jörn Kalinski zu den Ergebnissen zitiert, der Kampagnenleiter von Oxfam in Deutschland. „Vielerorts stagnieren die Reallöhne, während Manager und Großaktionäre sich jedes Jahr steigende Millionenbeträge genehmigen. Für Bildung und Gesundheitsversorgung fehlt vielen Staaten das Geld, weil Superreiche und internationale Konzerne sich um ihre Steuerbeiträge drücken.“ – FAZ

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In Deutschland sind Vermögen so ungleich verteilt wie in kaum einem Land der Eurozone. Der Sozialstaat kann das nicht auffangen. Es braucht endlich gerechte Politik. Die wirklich schockierende Botschaft ist, dass 40 Prozent der Deutschen praktisch gar kein Erspartes haben. Sie haben kaum etwas, auf das sie sich im Alter verlassen, womit sie sich gegen Krankheit absichern oder in die Bildung ihrer Kinder investieren können. Die enorme Ungleichheit der privaten Vermögen trägt bereits heute zu sozialen Konflikten bei, die sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen werden.ZEIT

Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Georg Büchner

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Tom Rush – I Don’t Want Your Millions Mister

Wir sind längst eine Klassengesellschaft oder sogar eine Kastengesellschaft. Es ist für Kinder aus sozial schwachen Familien in fast keinem anderen Land in Europa so schwierig aufzusteigen. Es war der Anspruch der Nachkriegsgeneration, dass die Kinder es einmal besser haben sollen als die Eltern. Wir schaffen das nicht mehr. Die mangelnde Chancengleichheit ist der Schlüssel zu allem. Sie ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Einkommen und die Vermögen so ungleich verteilt sind. Wer unten ist, bleibt unten.ZEIT

Viele Ökonomen konzentrieren sich auf die Ungleichheit der Einkommen und vernachlässigen die Vermögen. Dabei hat Deutschland die höchste Vermögensungleichheit in der Eurozone. Den reichsten zehn Prozent gehören fast zwei Drittel des gesamten Privatvermögens. Die unteren 40 Prozent der Bevölkerung verfügen praktisch über kein Nettovermögen – deutlich weniger als in fast allen anderen Ländern der Eurozone. Der Vermögensanteil der unteren 50 Prozent ist von drei Prozent in der 1990er Jahren auf ein Prozent gefallen.

Das Arbeitseinkommen aller Arbeitnehmer ist seit 2000 um fünf Prozent gestiegen, das Einkommen aus Vermögen und unternehmerischer Tätigkeit um 30 Prozent. Das Wirtschaftswachstum ist demnach fast ausschließlich den Eigentümern von Unternehmen und Vermögen zugute gekommen. Auch hier zeigt sich die wachsende Ungleichheit. Sichtbar wird sie aber nur, wenn Kapitaleinkommen mit in die Betrachtung einfließen, was oft nicht geschieht. – ZEIT

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Zum Reichtum führen viele Wege.
Und die meisten sind schmutzig. – Cicero

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Joe Cocker – You Don’t Need A Million Dollars

Zu wissen, dass wir alle im Elend unserer Gebrechlichkeit vereint sind, könnte uns, gleich welcher ausgedachten Religion wir angehören, gegen den wirklichen Feind angehen lassen: den ungebremsten Kapitalismus, der das Schlechteste aus allen holt. Der macht, dass es keine Anteilnahme mehr gibt, der immer mehr Menschen zu Bittstellern und Abhängigen macht, der sich kichernd ausbreitet, während wir einander hassen. – Spiegel

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J.J. Cale – Money Talks

Diese Gesellschaft ist obszön

Diese Gesellschaft ist insofern obszön, als sie einen erstickenden Überfluß an Waren produziert und schamlos zur Schau stellt, während sie draußen ihre Opfer der Lebenschancen beraubt; obszön, weil sie sich und ihre Mülleimer vollstopft, während sie die kärglichen Lebensmittel in den Gebieten ihrer Aggression vergiftet und niederbrennt; obszön in den Worten und dem Lächeln der Politiker und Unterhalter; in ihren Gebeten, ihrer Ignoranz und in der Weisheit ihrer gehüteten Intellektuellen. – Herbert Marcuse

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