Becks letzter Sommer – Roman von Benedict Wells

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Man soll verdammt noch mal das tun, was man möchte und sich nicht davon abbringen lassen. Das ist die Botschaft, daß man wirklich auf sich hört.

Benedict Wells Roman „Becks letzter Sommer“ habe ich mir als Hörbuch gegönnt. Kein großes Lebensthema, das darin nicht vorkommt: Leben & Tod, Lebenskrise & Lebenssinn, Liebe, Sex & Eifersucht, Freundschaft & Verrat, Arbeit & Beruf, Religion, Sport, Musik, Literatur, Reisen, Alkohol, Drogen usw. usf. Beste Unterhaltung garantiert, mit viel Tiefgang & und ebensoviel Humor. Aber hören Sie selbst.

Ich hatte in diese Geschichte alles hineingesteckt, was ich hatte, die ganze Verzweiflung, Angst und Hoffnung, ich hatte im wahrsten Sinne des Wortes um mein Leben geschrieben.

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Benedict Wells

Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Nach dem Abitur 2003 zog er nach Berlin. Dort entschied er sich gegen ein Studium und widmete sich dem Schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. 2008 erschien „Becks letzter Sommer“ im Diogenes Verlag. Das Buch erfuhr hohe Beachtung in der Literaturkritik, DIE ZEIT nannte es „das interessanteste Debüt des Jahres“. Wells war damals der jüngste Autor, der je bei Diogenes unter Vertrag stand. Sein vierter Roman „Vom Ende der Einsamkeit“ erschien 2016, er erreichte Platz 3 der Spiegel-Bestsellerliste und wurde mit dem European Union Prize For Literature ausgezeichnet. Nach einigen Jahren in Barcelona lebt Wells inzwischen wieder in Berlin. – Amazon

Das Buch

Wie jeden Morgen stand Robert Beck nackt vor seinem Badezimmerspiegel. Meine Güte bist du fett geworden, dachte er. Für ihn gab es nur eine Erklärung: Gott: Gott wollte einfach nicht, dass er abnahm. Eine andere Begründung war: Er hasste Bewegung, er aß ungesund, und sein Körper war nicht mehr der jüngste. Man altert einfach zu schnell, dachte Beck. Einmal kurz weggeschaut, schon war man nicht länger ein junger Leadsänger in einer Band, sondern ein siebenunddreißigjähriger Lehrer an einem Münchner Gymnasium. Nicht gerade der erhoffte Lebenslauf.

Die Leser

In seinem Debütroman „Becks letzter Sommer“ schickt er seinen Protagonisten, einen frustrierten Lehrer, der eigentlich Rockstar hatte werden wollen, auf eine abenteuerliche Reise, an deren Ende ihm klar wird, wohin er gehört. Deshalb ist es für den jungen Autor auch ganz selbstverständlich, dass sein Roman neben einer guten Geschichte auch eine Botschaft haben muss.

„Man soll verdammt noch mal das tun, was man möchte und sich nicht davon abbringen lassen. Das ist die Botschaft, daß man wirklich auf sich hört.“ – Deutschlandfunk

Becks letzter Sommer : Film-Trailer

Schon Romanautor Wells hatte beim Erschaffen der Figur des unglücklichen Lehrers mit Punkrock-Vergangenheit gedanklich Christian Ulmen („Elementarteilchen“, „Herr Lehmann“) vor Augen, der in der auf ihn zugeschnittenen Rolle des Herrn Beck dann auch tatsächlich brilliert: Er verkörpert den desillusionierten Protagonisten, der aufblüht, als sich für ihn die Möglichkeit eines aufregenderen Daseins außerhalb der Schule andeutet, mit viel Herzblut und augenzwinkerndem Witz. Und auch Nahuel Pérez Biscayart („Für immer dein“) zeigt in der Rolle des langsam selbstbewusster werdenden Außenseiters Rauli Kantas eine tolle Leistung. Das Übrige erledigt die Musik: Die frischen Indie-Rock-Songs, die von Bonaparte-Sänger Tobias Jundt auf seine ganz eigene, unnachahmliche Art vorgetragen werden, sind frech und unangepasst. Erst durch sie wird Robert Becks verstaubter Musikertraum wirklich lebendig.

Fazit: „Becks letzter Sommer“ ist ein Film über Träume vom Musikerdasein und verpasste Lebenschancen, der mit einem gut aufgelegten Christian Ulmen sowie den mitreißenden Songs von Bonaparte punktet. – Filmstarts

Für sein erstes, 2008 erschienenes Buch „Becks letzter Sommer“ erhielt Benedict Wells viel Lob von Kritikern, der Roman über einen Musiklehrer wurde ein gefeierter, von einigen allerdings auch mit leichtem Argwohn betrachteter Überraschungserfolg. Die Leser staunten über einen 23-jährigen Autor, der so viel von den Sehnsüchten der Menschen versteht. Er wolle kein Pop-Literat sein, sagte er damals und entzog sich der medialen Aufregung, Wells ist ohnehin kein Typ für die Rampe. Kann man in diesem Alter wirklich so gelassen sein, so lebenserfahren? – ZEIT

Der jüngste Autor bei Diogenes heißt Benedict Wells. Sein Werk ist ein überzeugender Künstlerroman voll drogengeschwängerter Unruhe und ein Tribut an Bob Dylan. Doch wie kommt ein Bursche Anfang Zwanzig dazu, ein 450-Seiten dickes Buch über einen 37-Jährigen in einer Lebenskrise zu schreiben? Und vor allem: Wirkt das glaubhaft? Die Antwort ist: Ja. Die drogengeschwängerte Unruhe der Beatniks ist eine bewährte Mixtur, an die er anknüpft. Wells hat seine Kapitel nach Songs von Bob Dylan benannt. Vor allem die zweite Hälfte des Buchs, die B-Seite, lässt den Sound weicher und die Töne lang und warm werden. Der Road-Trip nach Istanbul wird zur Sinnsuche im Innenleben der Protagonisten; und einmal spricht in einer Halluzination sogar ein gewisser Robert Zimmerman zu Beck: „Sie sind hier, weil Sie keine Entscheidungen treffen. Und das ist schlecht. Denn wenn Sie es nicht tun, dann tut’s das Leben für Sie. Und das Leben trifft oft die schlechteren Entscheidungen, weil es Schwäche und Zögern bestraft. Die Welt ist für die Mutigen gemacht, der Rest schwimmt nur mit. Die Frage ist also: Sind sie wenigstens ein guter Schwimmer?“ – FR

ZDF heute journal : Benedict Wells : „Vom Ende der Einsamkeit“

„Benedict Wells – ein literarisches Wunderkind.
Dieser neue Roman ist sein Meisterstück.“

Benedict Wells

Bitte besuchen Sie : Rudis Bibliothek : Herzlich Willkommen

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