Leaving Las Vegas – Erschütterndes Alkoholiker-Drama

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Leaving Las Vegas ist das Beste, das Traurigste & das Erschütterndste, was ich je im Kino zum Thema Alkoholismus gesehen habe. Kein luftiges Popcorn-Kino, sondern ein düsterer Horror-Trip durch die Hölle des Alkohols. Und damit ein absolutes MUSS für alle, die gerne mal an der Flasche nuckeln…

Mike Figgis drehte in der unwirklichen Welt des Glücksspiel-Dorados Las Vegas ein nüchternes und fantasievolles Liebesdrama über Versuchungen, Vertrauen und verlorene Träume. Figgis schrieb auch die zwischen Jazz und Blues changierende Filmmusik. Sein atmosphärisch eindrucksvoller Streifzug durch die im Neonlicht glitzernde Scheinwelt von Las Vegas überzeugt sowohl durch die dokumentarische Dichte als auch durch poetische Verfremdungen. Die Verheißungen der Casino-Stadt kontrastieren effektvoll mit der illusionslosen Offenheit in der Beziehung von Ben und Sera. Nicolas Cage erhielt für seine brillante Darstellung des kompromisslosen Trinkers den Oscar und den Golden Globe. John O’Brien, der Autor der Romanvorlage, litt selbst an Alkoholismus und brachte sich um, kurz nachdem Mike Figgis das Drehbuch geschrieben hatte. „Ich habe ernsthaft überlegt, den Film nicht zu machen, doch schließlich rang ich mich dazu durch, dass es das Beste sei, was ich für John tun könnte, weiterzumachen und den Film zu drehen“, erklärte Figgis. – Das Erste

Ben (Nicolas Cage) stößt auf Sera (Elisabeth Shue). Ben trinkt. Sera geht für einen schlagenden Zuhälter namens Yuri (Julian Sands) auf den Straßenstrich. Sera lässt sich von Yuri schlagen. Ben schlägt sich selber. Er leert jede Flasche, die Alkoholisches enthält, besonders harte Sachen. Trinkt Ben, um zu sterben, oder stirbt er langsam, aber sicher, um zu trinken. „Ich bin nicht sicher”, sagt er zu Sara, „ob ich meine Familie verloren habe, weil ich trinke, oder ob ich trinke, weil ich meine Familie verloren habe.” – Filmstarts

Mike Figgis schafft es, in beeindruckender Weise die gesamte Bandbreite menschlicher Gefühle auf die Leinwand zu zaubern, sei es Liebe, Angst, Verzweiflung oder Vertrauen, vor allem aber der absolute Wille zur Selbstaufgabe und die Suche nach Erlösung. Unterstützt werden diese Bilder durch die beiden hervorragenden Hauptdarsteller Nicolas Cage und Elisabeth Shue. Während Letztere einfach nur grandios in ihrer Rolle aufgeht und eine Nominierung für den Oscar als beste Hauptdarstellerin einheimste, wurde Cage für seine Performance mit Oscar und Golden Globe ausgezeichnet. Sein Spiel als kaputter Alkoholiker ist erschreckend überzeugend.

Leaving Las Vegas ist in keinem Fall leichte Kost und für hoffnungslose Romantiker absolut nicht zu empfehlen. Zu dreckig ist das Leben abseits des „Strips“, zu dreckig ist das Leben der Protagonisten. Leaving Las Vegas ist ein mitreißendes und bedrückendes Drama, das es schafft, ohne Kitsch die dunkle Seite von Liebe und Abhängigkeit zu zeigen. Daß ihm dies in einer solch unglaublichen Intensität gelingt, verdankt er auch zu einem großen Teil seinen beiden Hauptdarstellern, die beide eine atemberaubende Performance abliefern. Alles in allem ein Film der unter die Haut geht. – Mann beisst Film

Leaving Las Vegas

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