4. Welttag gegen weibliche Genitalverstümmelung

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Alle zehn Sekunden wird irgendwo auf der Welt ein Mädchen oder eine Frau dem grausamen Ritual der Klitorisbeschneidung unterworfen. Immer häufiger auch in europäischen Staaten, die einen hohen Anteil an Einwanderern aus Ländern aufweisen, in denen dieses Ritual praktiziert wird. ARTE nimmt den heutigen 4. Welttag gegen weibliche Genitalverstümmelung zum Anlass, um über einen Missstand aufzuklären, der alle betrifft. Denn auch in der EU ist die Gesetzgebung nicht eindeutig.

„Die genitale Verstümmelung von Mädchen verstößt gegen elementare Menschenrechte, der Kampf gegen die weibliche Beschneidung ist eine humanitäre Verpflichtung“, erklärte Bayerns Frauen- und Familienministerin Christa Stewens anlässlich des heutigen Welttages gegen die weibliche genitale Verstümmelung in München. „Ich halte es für richtig, das Leid der betroffenen Frauen auch einmal öffentlich zu machen“, betonte die Ministerin

Die Genitalverstümmelung wird in etwa 28 afrikanischen Staaten praktiziert. Weltweit leben nach Angaben der Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ mehr als 150 Millionen Mädchen und Frauen, die derart verstümmelt wurden. Jedes Jahr werden erneut etwa zwei Millionen Mädchen Opfer dieses blutigen Rituals – 6.000 täglich. Dabei werden Klitoris und Schamlippen mit oft primitivem Gerät entfernt und die Vagina in vielen Fällen zudem bis auf eine kleine Öffnung zugenäht. An dem Eingriff sterben Schätzungen zufolge etwa fünf bis zehn Prozent der Opfer. Grund für dieses Ritual sind meist tief verwurzelte Traditionen. So soll die weibliche Beschneidung auch dazu beitragen, die Ehre einer Frau zu bewahren.

Stewens: „Unter der Genitalverstümmelung leiden die Frauen ihr ganzes Leben. Auch in Deutschland werden wir mit zunehmender Zahl der Migrantinnen mit diesem Thema konfrontiert“, betonte die Ministerin und warnte vor falsch verstandener Toleranz und vor Desinteresse. „Bei aller Achtung vor fremden Kulturen können wir es mit unserem Wertekanon nicht vereinbaren, bei Körperverletzungen oder gar Verstümmelungen wegzusehen, ja, schlimmer noch, diese beispielsweise nach einer Geburt wieder verstümmelnd herzustellen. Hier gilt das gleiche wie gegenüber den so genannten ‚Ehrenmorden‘ an jungen Türkinnen in Deutschland: Dies können wir nicht dulden!“

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